Ein Kuchenblech geht auf Reisen

Im Februar dieses Jahres fand mein ‚Zombie’‚ der Dritte im Bunde meiner kleinen Heinkel Familie, der optisch nicht besonders hergerichtete 103.A2, einen Interessenten, dem es die sog. inneren Werte dieses Rollers angetan hatten.

Ich weiß ihn nun in nur ca. 360 Kilometern Entfernung in sehr guten Händen, darf ihn bei Wiederaufkommen des Trennungsschmerzes auch gerne besuchen.
Ich freue mich darauf !

Das Nummernschild, bzw. Kennzeichen, ein richtiges Kuchenblech, bekam ich nach der Ummeldung postwendend zurück.

Hier muss ich jetzt einen, thematisch und zeitlich, kleinen Sprung einbauen. Im Jahr 2017 auf der etwas umfangreicheren Rundreise von Dagmar und mir durch den Mittleren Westen der USA schauten wir uns neben all den überaus zahlreichen fantastischen und traumhaften Naturschönheiten, hochinteressanten historischen und denkenswerten ethnografischen Stätten, auch ein Stück der alten Route 66 an.

Einer unserer Zielorte, der südwestlichste Punkt unserer Rundreise - neben Kingman - war Seligman in Arizona. Mit etwa 500 Einwohnern ein nur kleiner Ort.

Hier lebt der damalige Initiator sowie noch weitere ehemalige Mitstreiter zur Erhaltung dieses Teilabschnittes der Route 66 und er betreibt zeitweise sogar noch seinen Friseursalon, Mr. Angel Delgadillo.  

(Link zum Spiegel-Artikel von 2012: Route 66 in Arizona: Wie Friseur Angel Delgadillo Seligman rettete - DER SPIEGEL)

Ein weiterer Anziehungspunkt ist das "Westside-Lilo's Cafe" an der Hauptstraße, ein Cafe und Restaurant mit der Besonderheit des Kennzeichen-Sammelsuriums an den Innenwänden, natürlich neben leckerem Essen - dieses jedoch im Allgemeinen auf den Tischen.

Link: Westside Lilo's Cafe - Restaurant, Catering

Viele Gäste, zufriedene vermutlich, hatten der Betreiberin, einer ausgewanderten Deutschen, nach der Heimkehr ein Kennzeichen ihres Heimatortes zugeschickt.

Daran dachte ich, als mein Rollerkennzeichen per Post zurückkam. Nachdem ich erkundet hatte, ob und dass ein weiteres Schild willkommen sei - irgendwann sind die Wände ja voll - ab mit dem Schild in die Post und gleichzeitig um ein "Foto danach" gebeten. Hier ist das Ergebnis. Danke Lilo.

Auf das Blech schrieb ich einige Informationen zum Fahrzeug sowie dem ehemaligen Standort und lasse mich nun gerne von einer Rückmeldung z. B. eines Oldtimerfreundes überraschen.

Was sage ich hin und wieder? Etwas verrückt muss man schon für solches sein!

 …schwelgend in Erinnerung…

                                       Klaus (HCD-3072)