Die neue Heinkel-APP (analog)

Eine Folge von Günters Pech mit dem zerstörten Ventilfederteller war die Nachfertigung neuer Federteller "unten" und "oben", sowie der dazugehörigen Klemmhälften.

Diese Teile sind aus festerem Stahl als der aus dem die Originalteile bestehen gefertigt und nun über die Heinkel-GmbH beziehbar.

Jede Zylinder-Kopf-Überholung habe ich seitdem mit Einsatz der o.g. Neuteile ausgeführt.

Da ich nur ungern gut funktionierende Zylinder-Köpfe abnehme, es ist ja doch immer mit rel. viel Nebenarbeiten verbunden und es hier und da neuer Dichtungen bedarf, kam die Überlegung zum Bau einer Vorrichtung auf, mittels derer die Federteller bei nicht-demontierten Zylinder-Köpfen getauscht werden können, ohne daß die Ventilschäfte in den Ventilführungen verschwinden.

Die Ermunterung dazu von "Heinkler Frank aus Peine" möchte ich hier nicht verschweigen.

Irgendwann hatte ich diese Vorrichtung fertiggeschnitzt. Sie ermöglichte genau die von uns erträumte Funktion und bekam den Namen

- Neue Heinkel APP.aratur -

Hier ist sie im Bild, eine richtig analoge Heinkel-App-aratur!

Werkstatt 2023-03 Heinkel App_3

 Folgend eine weitere Ansicht:

 Werkstatt 2023-03 Heinkel App_1 

Um die Ventile in Stellung "Dicht" zu halten, wird über das Zündkerzenloch ein Luftdruck von ca. 3 bar auf den Brennraum gegeben, der Kolben geht nach UT, die o.g. APP kann nun angesetzt und der obere Ventilfederteller per Drehen der Gewindestange soweit herunter gedrückt werden, daß die Klemmhälften mit Pinzette oder Magnetstab herausgenommen werden können und so weiter.

Ein leichtes Zischen wird zu hören sein. Wir gehen davon aus, daß nur an den Kolbenringstößen etwas Druckluft vorbeistreicht  und nicht an den Ventilen oder sonst wo.

Möglicherweise muss der Druck der Pressluft erhöht werden - maximal 10 bar - da bei Motoren mit hoher Betriebszeit die Klemmhälften relativ fest sitzen können.

Oft aber reicht zum Lösen bereits ein kleiner Schlag - mit Brennraum unter Druckluft stehend - per Schonhammer auf den oberen Ventilteller.

Der o.g. Luftverlust ist jedoch so gering, daß ein sehr gemächliches Arbeiten möglich bleibt. Auch bleibt genügend Zeit, das Stichmaß der Ventile zu kontrollieren und es ggfs. per Distanz-/Ausgleichscheiben zu korrigieren.

Sollten die Ventilfedern etwas traurig aussehen: die Heinkel-GmbH liefert gerne neue Federsätze dazu.

Meine "LUZI" und mein "HEINI" werden in Kürze mit neuen Ventilfedertellern bestückt, als Dank für den treuen Dienst der beiden, aber auch als Vorsichtsmaßnahme gegen den unerwünschten "Günther-Effekt".

In diesem Sinne, allzeit Gute Fahrt, wünscht Klaus.

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