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Kolonnenfahrten - Reibungsloser Ablauf bei Ausfahrten mit mehr als 10 Rollern

Um einen reibungslosen Ablauf mit vielen Rollern bei den Ausfahrten zu garantieren, sollte man sich entschließen, die „Holländische Methode“ zu wählen. Allen, denen diese Art fremd ist, hier einige wichtige Erklärungen:

Die genaue Route der Fahrt ist nur dem ersten und letzten Fahrer bekannt. Diese Fahrer sind durch die übergezogene orangefarbene und gelbe Weste leicht zu erkennen.

Der erste Fahrer mit der orangenen Weste zeigt bei einer Abbiegung oder Kreuzung dem nachfolgenden zweiten Fahrer (das ist ein Teilnehmer) durch Handzeichen an, dass er sich an der ihm gezeigten Stelle zu positionieren hat.

Die nachfolgenden Fahrzeuge werden nun von ihm in die richtige Fahrtrichtung gewiesen.

Der richtungsweisende Fahrer hat an dieser Stelle (Kreuzung oder Abbiegung) unter allen Umständen solange die nachfolgenen Fahrer einzuweisen, bis der letzte Fahrer (deutlich an der gelben Weste zu erkennen) erscheint und reiht sich dann vor diesem wieder in die Gruppe ein.

Tut er das nicht, fällt die Gruppe führerlos auseinander!

Diese Methode ist in Holland seit Jahren bekannt und bewährt und wird immer dann eingesetzt, wenn mehr als 10 Fahrzeuge auf einer Tour unterwegs sind.

Achtung!

Es ist extrem wichtig für das Gelingen der Fahrt, dass der richtungsweisende Fahrer seine Position nicht vor Auftauchen des letzten Fahrers verlässt.

Weitere, bei Ausfahrten zu beachtende Regeln und Hinweise:

Nach den verkehrsrechtlichen Bestimmungen der STVO sind Fahrten in Kolonne bei der Straßenverkehrsbehörde anmeldepflichtig und unterliegen bestimmten Sonderbestimmungen.

Unsere Ausfahrten sind meist nicht angemeldet und somit keine Kolonnenfahrten.

Wir sind also allgemeine Verkehrsteilnehmer und haben deshalb keine Vorrechte gegenüber anderen.

Wir können es uns während der Fahrt aber etwas leichter machen, wenn wir unter Beachtung des Verkehrsrechtes, zusätzlich folgende Hinweise beachten:

  • Die Gruppe ist nur so schnell, wie das leistungsschwächste Fahrzeug
    (Es sollte deshalb möglichst hinter dem Führenden eingereiht werden und ggf. nicht  der Richtungsweisung unterliegen. Gespanne z.B.)
  • Die Abstände richten sich immer nach rückwärts aus, deshalb ist die Beobachtung des Nachfolgenden über den Rückspiegel unerlässlich.
  • Die Gruppe sollte sich seitlich versetzt (Reißverschlusssystem) und mit gebührendem Sicherheitsabstand bewegen.
    (Vorteil: bessere Sicht und Reaktionsmöglichkeit sowie Brems- und Ausweichweg nach vorn und rechts.
  • Der Führende (mit oranger Weste) bewegt sich auf seiner Fahrspur möglichst mittig oder leicht links.
  • Schert ein Einweiser aus dem Verband aus, bleibt der Nachfolgende dort, wo er im Reißverschlusssystem bislang gefahren ist. Ein wechseln der Position würde bis an das Ende der Gruppe unnötige Unruhe bedeuten.
  • Außerorts erweitern sich die Abstände; sie werden nach vorn ausgefahren.
    (Wir haben keine Vorrechte, deshalb ist anderen überholenden Verkehrsteilnehmern ein Einscheren zu ermöglichen.)
  • Vor einer Ortschaft rückt die Gruppe von rückwärts nach vorn auf, hält aber das seitlich versetzte System (ich nenne es mal geöffnetes Reissverschlusssystem) aufrecht.
    (Der Führende muss vor der Ortschaft also die Geschwindigkeit verringern).
  • Vor Lichtzeichenanlagen sollte dicht und seitlich versetzt aufgefahren werden, sodass bei der Grünphase gleichzeitig zwei Roller nebeneinander anrollen können.
    (Beim links oder rechts abbiegen fährt ein Roller die Innenkurve, der zweite die Außenkurve. So können bei einen Ampelphase möglichst viele Roller die Kreuzung überqueren und/oder abbiegen).
  • Fällt ein Teil der Gruppe bei einer Ampelphase auseinander, und wird nicht nach dem „Holländischen System gefahren, hält automatisch das letzte Fahrzeug, das die Kreuzung überqueren konnte in Sichtweite oder an nächster  Abbiegung an und zeigt somit die Fahrtrichtung an.
  • Dies muss sich durch Beobachtung der nachfolgenden Heinkelfahrer bis nach vorn zum Führenden  fortsetzen.
  • Es darf in der Gruppe nicht überholt werden; dies sollte während der gesamten Fahrt gelten. So weiß man, welcher Roller  (in Farbe und Ausstattung) sein Nachfolger ist.
  • Fällt ein Roller aus, hält die Nachfolgegruppe, sichert gegen den Nachfolgeverkehr, klärt einen sicheren Platz abseits der Fahrstraße für Reparatur oder Pannenhilfe auf. 
  • Es ist wichtig, kein Verkehrshindernis darzustellen oder verkehrsgefährdende Situationen zu bilden.
  • Dies kann für den Positionsfahrer/Einweiser bedeuten, dass er ggf. länger auf die noch folgenden Rollerfahrer warten muss.
  • Es ist ratsam, in einem solchen Falle einen „Info-Kurier“ bis zum Führenden nach vorn zu schicken.

 Dieses Verhalten sollte bei jeder Ausfahrt geübt und beachtet werden, denn was nicht geübt wird, funktioniert meist nicht.

Was sonst noch bei Ausfahrten unbedingt beachtet werden sollte!

  • Eine Abfahrtszeit, wenn sie vom Führenden ausgesprochen  worden ist, muss vom Zeitlimit ausreichend sein, damit alle Mitfahrer sich in Ruhe fertig machen können.
    (z.B: Bezahlen und Toilettengang nach einer Rast)
    Die Zeiten sind dann aber von allen einzuhalten!
  • Der Führende darf dann nicht mehrere Minuten vorher schon die Weiterfahrt antreten
    2-3 Minuten für die Vorbereitung, auf die sich der Mitfahrer gem. der abgesprochenen Abfahrtszeit eingestellt hat, sind viel).
  • Mitfahrer sollten bei Zeitverzug unbedingt mit dem Führenden Verbindung aufnehmen.
  • Ein gutes Zeichen für Abfahrtbereitschaft ist das Einschalten des Fahrlichtes, das der Führende von seiner Position kontrollieren kann.
    Dies sollte erst eingeschaltet werden, wenn der Motor angelassen wurde und Abfahrtbereitschaft besteht.
    Durch die „Lichtkontrolle“ erkennt der Führende, ob alle Mitfahrer abfahrtbereit sind.
  • Ein Handzeichen des Führenden signalisiert dann den Start für die Weiterfahrt. 
  • Die Geschwindigkeit während der Fahrt von ca. 60 Km/h beim Führenden bedeutet, dass nach rückwärts die Geschwindigkeit sich stetig erhöht um am Vordermann dranzubleiben.
    Gründe liegen einmal bei der Fertigkeit der Fahrzeuglenker vor allem aber an den Verkehrsbedingungen.
    Deshalb ist die Beobachtung der Abstände nach rückwärts so wichtig.

Allzeit gute Fahrt wünscht Johannes # 7135

 

 

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