Transporteinrichtung auf PKW-Anhänger für Heinkel-Tourist

 Im Rahmen unserer überregionalen Heinkel-Veranstaltungen hat man die unterschiedlichsten Bauarten von Transporteinrichtungen für den Heinkel-Tourist begutachten können, wenn diese ab- oder wieder aufgeladen wurden. Weil Heinkelfreunde immer  neugierig sind, können sie dabei eine Menge Eindrücke mitnehmen, wenn selbst so ein Teil gebaut werden soll.

Bevor mein jetziger kleinerer Anhänger (1000 Kg) diese Transportaufgabe übernahm, hatte vorher ein größerer Anhänger (1500 Kg) mit Hochplane diese Aufgabe inne. Dieser konnte nach Abladen des Heinkel-Tourist und des dazu gehörigen Transportgestells gut als Nachtlager (mit Feldbett) benutzt werden, weil stabil und dazu wetterfest.

Mein heutiges Heinkel-Velorex Gespann mit seiner Breite (ca.150 cm) ist so nicht mehr transportabel und hat daher seinen eigens dafür umgebauten Kfz-Trailer.

Weil als Heinkel-Schrauber (Hilfsdienst) immer mal ein Heinkel geholt und verbracht werden muss, habe ich mir ein leichteres Transportgestell gebaut, welches auf meinem neuen kleineren Anhänger passt.

Es hat den Vorteil, dass es jederzeit von einer Person vom Anhänger genommen werden kann und der Anhänger so für andere Aufgaben Verwendung findet. Es wurden dafür keinerlei Löcher in den Boden gebohrt sondern nur 6 Ringmuttern (M8) an bereits vorhandene Schrauben der beiden Bordwände befestigt. Diese Bauart des Transportgestells ist nachfolgend beschrieben und dient Euch Lesern ggf. als Grundlage für einen Nachbau.

Wie groß muss der Pkw-Anhänger sein, damit ein Heinkel-Tourist sicher transportiert werden kann?

Nötige Mindestmaße:        - Länge: 205 cm,                 - Breite: 105 cm

WS 2017-02 Anhänger 2_1 Bild 1 - 6 Ringmuttern - Front-Mitte-Heck

 

WS 2017-02 Anhänger 2_2
Bild 2 - grobe Übersicht

Maße Transportkreuz:

WS 2017-02 Anhänger 2_3
Bild 3 - Mittel- und Frontstütze

Zwei Befestigungs-/Spannmöglichkeiten an der Mittelstütze sind machbar.

  WS 2017-02 Anhänger 2_4

 

WS 2017-02 Anhänger 2_5
Bild 5 - der Tourist passt noch!

Die Spannschlösser sind mit einer Kontermutter versehen; sie sollen ein Lösen bei Vibration verhindern. Die Verspannung zu beiden Seiten verhindert ein seitliches verrutschen des Transportgestells. Beide Auffahrrampen sind an den Seitenwänden mittels langer Schlossschrauben gesichert, das kleine eingehängte Zusatzbrett dient dem besseren aufschieben des Rollers in die Führungsschiene. Die Transportschiene ist leicht nach rechts verschoben, um das Aufschieben des Rollers durch eine Person (linksseitig) zu erleichtern. Nicht zu vergessen sind aber zusätzlich anzubringende Spanngurte, welche dem Roller noch mehr Stabilität  verleihen. Sie sollten auf keinen Fall am Lenker (Bruchgefahr) befestigt werden.

Wird vorn und hinten eine breitere Querstütze eingebaut und diese jeweils weiter in Richtung der Ringmuttern verschoben, reichen vier Spannschlösser zum Verspannen des gesamten Bauwerkes aus.

Das wenige erforderliche Material ist auf den Fotos gut zu erkennen und wird deshalb hier nicht extra aufgeführt.

Viel Erfolg, wenn Ihr das Teil nachbauen wollt oder es zumindest als Anhalt für Euren Eigenbau dient!

von Johannes Bo (HCD #7135),

 

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